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TEST: Warg Alp 3 – Ultraleichtzelt mit ausreichend Platz für drei Personen

Das Zelt Warg Alp 3 haben wir vor allem wegen der Kombination aus geringem Gewicht und dem versprochenen Komfort für mehrere Personen getestet. Bei Ultraleichtzelten gilt nämlich oft: Je niedriger das Gewicht, desto mehr Kompromisse muss man eingehen. Umso gespannter waren wir, ob sich dieses Modell auch auf längeren Touren mit drei Personen in der Praxis bewährt.

Inhalt

 

Was und wie haben wir eigentlich getestet?

Getestet haben wir das Dreipersonen-Ultraleichtzelt Warg Alp 3 mit einem Gewicht von etwa 2,5 kg. Es verspricht ein geringes Gewicht und legt dank seiner ungewöhnlichen Konstruktion besonderen Wert auf Stabilität. Ziel des Tests war es herauszufinden, wie sich das Zelt unter realen Bedingungen in der Praxis bewährt.

Wir haben das Zelt auf eine einmonatige Bikepacking-Tour von Bogotá nach Lima mitgenommen. Es handelte sich also nicht um eine Übernachtung am Wochenende vor der Haustür, sondern um einen echten Härtetest unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Dabei führte uns die Route durch tropische Regenwälder, feuchtwarme Regionen mit unzähligen Moskitos sowie über Hochgebirgspässe auf über 5 000 m Höhe, wo die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fielen. Während der gesamten Zeit schliefen drei erwachsene Männer im Zelt - und sie waren alles andere als zierlich. Dadurch zeigte sich sehr schnell, wie sich das Zelt beim Aufbau, beim Platzangebot, bei der Stabilität und beim Komfort während längerer Nutzung tatsächlich schlägt.

Hat Sie dieses Zelt angesprochen? Dann schauen Sie sich unser Sortiment an.

Erfahrungen

+

  • großzügiger Innenraum - auch für größere Personen geeignet
  • problemlos für drei Personen geeignet
  • einfacher und schneller Aufbau
  • sehr gute Stabilität der Konstruktion
  • zuverlässige Wasserdichtheit
  • viele Staufächer
  • für die Ultralight-Kategorie überraschend gute Belüftung
  • sehr gutes Verhältnis von Preis / Qualität / Gewicht

-

  • der dünnere Zeltboden sollte in anspruchsvollerem Gelände zusätzlich unterlegt werden

Die erste positive Überraschung kam gleich nach dem Auspacken. Die Transporthülle macht einen hochwertigen Eindruck, wirkt keineswegs billig und scheint auch eine etwas rauere Behandlung problemlos zu verkraften. Auch die Verarbeitung des Zelts selbst überzeugt - einschließlich der Details und Spannelemente, die sinnvoll gestaltet sind und nichts wirkt so, als würde es schon nach wenigen Einsätzen auseinanderfallen.

Ein großes Plus ist auch der Aufbau selbst. Auch wenn die Konstruktion auf den ersten Blick nicht ganz typisch wirkt, lässt sich das Zelt in der Praxis einfach und intuitiv aufbauen und nach dem ersten Versuch geht alles schnell und problemlos von der Hand.

Am meisten überzeugt hat uns das Platzangebot und der Komfort in der Praxis. Für die Ultralight-Kategorie wirkt das Warg Alp 3 wirklich großzügig, und selbst mit drei erwachsenen Personen lässt es sich darin gut aushalten, ohne ständig das Gefühl zu haben, übereinander zu liegen. Wicht ist allerdings, das Zelt gut abzuspannen, denn erst dann spannt sich der Zeltboden richtig und das tatsächliche Platzangebot im Inneren kommt voll zur Geltung.

Und nun zum Wetter. Während der regnerischen Etappen der Tour hielt uns das Zelt problemlos trocken und wirkte dank seiner ungewöhnlichen Konstruktion äußerst stabil. Auch die Belüftung funktionierte sehr gut, sodass selbst in Höhenlagen um die 4800 m ü. NN die Kondensation kein größeres Problem darstellte.

Ein weiteres praktisches Details sind die acht Staufächer, dank derer im Zeltinneren kein unnötiges Durcheinander entsteht. Angenehm überrascht hat uns außerdem der großzügige Einstieg, der auch für größere Personen bequem nutzbar ist sowie die bequeme Handhabung beim Einsteigen.

Aus Sicht der Handhabung hätten wir uns den Reißverschluss im Vorzelt lieber mittig statt seitlich gewünscht. Auch die Aufbauanleitung könnte etwas einfacher gestaltet sein - anfangs hat sie uns eher verwirrt als geholfen. In der Praxis hilft jedoch eine einfache Regel: Das Zelt lässt sich am besten entsprechend der Konstruktionslogik aufbauen.

Fazit

Während des Tests hat sich vor allem die Kombination aus geringem Gewicht, einem wirklich nutzbaren Innenraum für drei Personen und dem einfachen Aufbau bewährt. Das Warg Alp 3 hat gezeigt, dass auch ein Ultraleichtzelt auf längeren Touren echten Komfort bieten kann und keineswegs wie eine Notunterkunft mit Gestänge wirkt. Ein weiterer großer Pluspunkt sind die hohe Stabilität sowie die gute Leistung bei Regen und in höheren Lagen.

Ein Nachteil ist vor allem der etwas dünnere Zeltboden, den man in rauem Gelände zusätzlich schützen sollte, sowie einige kleinere Details bei der Handhabung. Ansonsten eignet sich das Warg Alp 3 vor allem für alle, die ein leichtes, preislich attraktives und zuverlässiges Zelt für längere Touren, Bikepacking oder Trekking mit mehreren Personen suchen. Am meisten profitieren davon diejenigen, die in der Ultralight-Kategorie mehr Platz und Komfort wünschen, als sonst üblich ist. Ander gesagt: Es ist kein Zelt, in dem man sich wie in einem Schlafsack mit Gestänge fühlt, sondern ein Modell, in dem man unterwegs tatsächlich komfortabel leben kann.

Suchen Sie eher ein Ultraleichtzelt für mehrere Personen oder ein kompakteres Modell für Solo- oder Zweipersonen-Nutzung?

  • Warg Alp 2 – geeignet für alle, die ein ähnlich leichtes und zuverlässiges Zelt suchen, dabei aber ein kompakteres Modell für zwei Personen oder eine besonders geräumige Lösung für Solo-Reisen bevorzugen.

Hat Sie diese Ausrüstung angesprochen? Dann entdecken Sie das gesamte Sortiment von Warg.

WARG

Autor: Marek Hallon

Quelle: Archiv des Autors

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