Wie man Laufbekleidung auswählt

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Laufen ist eine der Sportarten, die nur wenig Ausrüstung erfordert. Außer Schuhen und Kleidung braucht man nichts weiter. Und gerade die Wahl der richtigen Kleidung und Schuhe entscheidet oft darüber, welches Gefühl man vom Laufen mitnimmt. Wie vermeidet man Fehlkäufe? Entscheidend ist, sich beim Einkaufen und Anziehen an einigen Kriterien zu orientieren, die wir uns im heutigen Artikel näher ansehen.

Komfort
Wählen Sie ausschließlich Kleidung, die speziell fürs Laufen gemacht ist. Laufbekleidung ist leicht, hat meist nur wenige Nähte, die scheuern könnten, und die unteren Schichten leiten Schweiß gut ab und halten Sie trocken.
Laufbekleidung sollten Sie wenn möglich immer anprobieren und dabei vor allem darauf achten, dass sie Sie nirgendwo einengt, nicht die Bewegungsfreiheit einschränkt oder im Gegenteil herunterrutscht. Seien Sie besonders vorsichtig beim Anprobieren von Funktionsunterwäsche, die perfekt sitzen muss.
Ich habe meine Erfahrungen mit eng anliegenden T-Shirts gemacht, die bei jedem Schritt nach oben rutschten und ich sie nach jedem dritten Schritt wieder herunterziehen musste. Oder mit einem rutschenden Laufrock, den ich im Gegenteil alle paar Schritte wieder hochziehen musste. Oder mit elastischen Innenshorts unter dem Rock, die sich ständig von selbst nach oben schoben, sodass ihr Schutz vor Scheuerstellen gleich Null war. Eine Freundin könnte Ihnen außerdem vom aufgescheuerten Rücken durch den Sport-BH erzählen. Und so könnte ich noch lange weitermachen.
Probieren Sie daher alles gründlich an und lassen Sie sich nicht davon blenden, dass Ihnen ein bestimmtes Kleidungsstück gut steht. Machen Sie ein paar Kniebeugen, laufen Sie ein paar Schritte, gehen Sie durch den Laden und achten Sie darauf, ob die Kleidung irgendwo drückt oder irgendwo nicht zu groß ist. Bei jedem Lauf machen Sie Tausende von Schritten - und jede noch so kleine Unvollkommenheit vervielfacht sich mit jedem weiteren Schritt. Am Ende wird das Letzte, worauf Sie sich beim Laufen konzentrieren, das Laufen selbst sein.

Jahreszeiten
Je nach Jahreszeit lässt sich Laufbekleidung in drei Gruppen einteilen:
Sommer
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Tops, Kurzarm-T-Shirts
Tolle Lauf-Shirts und T-Shirts bieten z.B. die Marken Kilpi, Kari Traa, Alpine Pro oder Icebreaker. Im Sommer reichen Kunstfasern (z.B. Polyester, Polypropylen) völlig aus, da sie schnell trocknen und nicht schwer werden.
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Shorts, Röcke
Schöne Laufshorts und -röcke finden Sie auch in unserem Angebot. Frauen können wir z.B. einen leichten Rock des Herstellers Craft oder bequeme Shorts von Kilpi empfehlen, Männer werden bestimmt die maximal atmungsaktiven und schnelltrocknenden Shorts derselben Marke zu schätzen wissen.
Wenn sich bei längeren Läufen Ihre Oberschenkel wund scheuern, dann kaufen Sie sich zusätzlich unter Ihre Lieblingsshorts oder -rock elastische Shorts mit Hosenbeinen, die gut sitzen und beim Laufen nicht hochrutschen.
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Baseballkappe, Sonnenbrille
Eine Sonnenbrille ist nicht nur etwas für die Sommersaison. Neben Läufen bei sonnigem Wetter werden Sie sie auch bei extremer Kälte oder Wind schätzen, wenn Sie vor Tränen den Weg vor sich nicht sehen können.

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Unterwäsche
Natürlich eignet sich jede Unterwäsche zum Laufen, aber wenn Sie rundum Komfort wünschen, sollten Sie für warmes Wetter Unterwäsche wählen, die speziell für die Sommersaison gedacht ist.

Frühling, Herbst
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Leichtes, langärmliges T-Shirt
Bei Langarm-T-Shirts sollten Sie eher natürliche Materialien wählen. Sie werden sie bei kühlerem Wetter tragen, daher werden Sie ihren Wärmekomfort mehr zu schätzen wissen. Beliebt sind T-Shirts aus Merinowolle, für Männer z.B. die des tschechischen Herstellers Sensor, für Frauen die sehr gut sitzenden und schön aussehenden T-Shirts von Icebreaker.
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Leichte Laufsweater
Wählen Sie wieder dünneres Material. Wenn es wirklich kalt ist, können Sie über das Sweatshirt noch eine Jacke anziehen und die Schichten dann je nach aktuellem Empfinden anpassen. Wir empfehlen die beliebten Sweatshirts von Alpine Pro oder Progress.
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Leichte Windjacke
Orientieren Sie sich am Gewicht und der Größe. Wenn Sie längere Läufe planen, müssen Sie die Windjacke wahrscheinlich ab und zu im Laufrucksack verstauen - und dort zählt jedes gesparte Gramm und jeder Zentimeter. Frauen werden von den Windjacken von Axon nicht enttäuscht sein, Männer finden sicher ein passendes Modell bei der Marke Progress.
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Leichte Membranjacke (für den Fall eines längeren Laufs bei wirklich nasskaltem, windigem und regnerischem Herbstwetter)
Zwar kommen Sie auch ohne dieses Extra aus, aber wenn Sie das Laufen wirklich ernst nehmen, oft und bei jedem Wetter zu ganztägigen Laufausflügen aufbrechen, dann ist es ein unschätzbarer Helfer und lohnt sich, etwas mehr dafür zu bezahlen. Die Jacke schützt Sie vor Regen und Wind, hält Sie warm und ist zugleich atmungsaktiv, sodass bei richtigem Layering Ihre Kleidung den Schweiß nach außen ableiten kann. Membran-Laufjacken bieten z.B. Kilpi oder Outdoor Research an.
- Lange, leichte Leggings
Leichte Leggings aus Polyester sind völlig ausreichend - in gefütterten Leggings wäre Ihnen beim Laufen unnötig warm. Bei kühlem und regnerischem Wetter packe ich mir zum Umziehen in der Gaststätte, im Zug usw. Baumwollleggings in den Rucksack; sie wärmen und sind nicht wesentlich schwerer oder voluminöser.
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Stirnband
Laufstirnbänder sehen nicht nur gut aus, sie bändigen auch ins Gesicht fallende Haare und wärmen Sie - gleichzeitig überhitzen sie Sie jedoch nicht wie z.B. eine Mütze, die Sie sich besser für die Wintersaison aufheben sollten.
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Leichte Schlauchschale
Wenn die Temperaturen gegen Null oder sogar darunter fallen, empfehle ich einen Schlauchschal. Ein ungefüttertes, leichtes Modell reicht völlig aus. Er ist eine hervorragende Vorbeugung gegen Herbst- und Wintererkältungen durchs Laufen.

Winter
Anstatt im Winter neue Winterkleidung zu kaufen, experimentieren Sie lieber mit dem Layering von Herbstkleidung im Oberkörperbereich. Das heißt, während Sie im Herbst nur T-Shirt, T-Shirt und Sweatshirt oder T-Shirt und Jacke anziehen, greifen Sie im Winter zu T-Shirt, Sweatshirt und Jacke auf einmal. Zusätzlich sollten Sie sich Folgendes zulegen:
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Gefütterte Leggings
An kälteren Wintertagen haben sich für mich am meisten Winterleggings bewährt, die auf der Innenseite aus wärmendem Material bestehen. Eine weitere Möglichkeit ist, eine funktionelle Basisschicht (z.B. aus Merinowolle) zu tragen - entweder allein oder in Kombination mit einer locker sitzenden Überhose.
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Laufsocken
Für kühleres Wetter geeignet. Wenn Sie keine hochwertigen Schuhe fürs Laufen im Winter haben, empfehle ich den Kauf von Neoprensocken.
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Handschuhe
Bei mildem Winter trage ich leichte Laufhandschuhe. Ist jedoch eine gefühlte Temperatur unter -10 Grad zu erwarten, greife ich zu meinen gefütterten Langlaufhandschuhen.
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Leichte Laufmütze
Vergessen Sie dicke, flauschige Skimützen. Eine dünne Mütze reicht völlig aus - Sie können zwischen natürlichen und synthetischen Materialien wählen. Wichtig ist, dass die Mütze gut sitzt, beim Laufen nicht verrutscht und nirgendwo drückt.
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Warmer Schlauchschal
Ein Schlauchschal schützt Ihren Hals und kann - besonders zu Beginn des Winters, bis Sie sich an die kalte Luft gewöhnt haben, oder bei extrem niedrigen Temperaturen - auch beim Atmen hilfreich sein. Für längere Läufe bei starkem Frost empfehle ich, einen Ersatzschal in den Rucksack zu packen, denn der ursprüngliche kann mit der Zeit regelrecht zu einem Stück Eis werden.
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Unterwäsche für den Winter
Für längere Läufe im Winter sorgen Unterwäsche aus Merinowolle mit Flachnähten für Komfort.

Wetter
Ziehen Sie sich zum Laufen immer so an, als wären es draußen etwa 10 Grad mehr. Am Anfang wird Ihnen natürlich kalt sein, aber nach wenigen Minuten erreichen Sie Ihre Betriebstemperatur und fühlen sich angenehm warm. Ist es draußen kühl, sollten Sie sich unmittelbar nach dem Laufen in trockene Kleidung umziehen. Wenn wir beim Winterlauf einen Zwischenstopp im Gasthaus planen oder nicht zu Hausen enden und noch irgendwie nach Hause kommen müssen, packen wir eine komplette Ersatz-Basisschicht in den Rucksack - einschließlich Unterwäsche und Socken. Das ist die beste Vorbeugung vor Trainingsausfällen infolge einer Erkältung.
Im Sommer müssen Sie Regen kleidungstechnisch nicht groß lösen. Wenn Sie nass werden, trocknen Sie wieder. Außerdem ist es angenehmer, im Regen zu laufen, als im eigenen Schweiß unter einer wasserdichten Jacke. Bei kühlem, regnerischem Wetter schütze ich mich jedoch mit einer Lauf-Membranjacke.
Letztendlich müssen Sie jedoch selbst herausfinden, welche Laufbekleidung Ihnen am besten passt. Jeder Mensch verträgt niedrige und hohe Temperaturen unterschiedlich - was dem einen angenehm ist, kann dem anderen unangenehm sein. Betrachten Sie diesen Artikel daher als Ausgangspunkt, lassen Sie sich inspirieren - aber fragen Sie sich jedes Mal, ob es wirklich zu Ihnen passt. Und scheuen Sie sich nicht, eine Schicht weniger oder mehr zu tragen.
Viel Erfolg beim Laufen!

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Autor: Kateřina Balcarová
Quelle: Archiv des Autors, pixabay.com, unsplash.com
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